42. Literarische Woche Bremen: Herkunft und Identität – Lebensbilanzen in Literatur, Kunst und Film 19.1-1.02.2018
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Mittwoch, 22. November
Herkunft & Identität –
Lebensbilanzen in Literatur, Kunst und Film
42. Literarische Woche Bremen
19. Januar – 1. Februar 2018

Vietnamesen, die Zuwanderern Deutsch beibringen, Türken, die auf die Mittagsruhe pochen, Iraner, die ihre Gartenzwerge bemalen, oder ein Politiker mit palästinensischen Wurzeln, der dem Stammtisch erklärt, was Deutschsein heute bedeutet. Lucas Vogelsang ist quer durch die Bundesrepublik gefahren und hat Menschen getroffen, die von Herkunft und Identität erzählen. In Pforzheim, Rostock-Lichtenhagen oder Castrop-Rauxel. Was Lucas Vogelsang in seinem Buch »Heimaterde« darstellt, ist Teil einer Identitätsdebatte, die nicht nur in Deutschland brandaktuell ist.
      Die Wochenzeitung Die Zeit schrieb unmittelbar vor der Bundestagswahl im September 2017, dass sich Deutschland in einer panischen Identitätsdebatte befindet. Schauplatz sei nicht die Politik, sondern die Kultur. Die Globalisierung erschüttert alle nationalen Traditionen, einschließlich der Sprache. Spiegelt sich diese Debatte auch in der Literatur wider.
      Die 42. Literarische Woche Bremen beleuchtet in diesem Jahr die Begriffe Herkunft & Identität und berührt das Thema unter verschiedenen Einzelperspektiven aus Literatur, Kunst und Film. Die eingeladenen Autorinnen und Autoren formulieren in ihren Geschichten Lebensentwürfe, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie reisen hinein in die Vergangenheit oder durchleuchten die Gegenwart und lassen ihre Protagonisten von ihrer Zugehörigkeit in der Gesellschaft berichten – jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht – immer der großen Frage hinterher wer wir sind – und was das eigentlich bedeutet: Herkunft und Identität.

(Tobias Peters)

 

Abbildung: Peter Paul Rubens (1577–1640): Höllensturz der Verdammten (Standort: Alte Pinakothek, München); Ausschnitt